Geschichtenerzählen und Tanzen

 

Workshop I: Geschichtenerzählen

 

Man nehme: ein Livetreffen, egal welcher Art. Die Helden sitzen erschöpft in Taverne/Bar/Lasterhöhle/Bereitschaftsraum, haben ihr Tagessoll an Weltrettung erledigt, rollengemäß die Taktikeinsätze durchgekaut und die Strategie für den nächsten Tag besprochen. Und die Helden sind fertig – zu müde für eine weitere Schlacht, aber noch lange nicht müde genug, um sich schlafen zu legen.

Was nun?

Um Himmelswillen nicht das letzte CON oder LARP besprechen, denn das wäre ja outtime und stört das Ambiente.

Musik aus der Konserve? Hmpf.

Eine Person, die Geschichten ("Damals, als ich noch Barkeeper in Mos Eisley war...") erzählt? WUNDERBAR!

Also Geschichten erzählen, aber wie? Kann man das lernen? Man kann.

Wie bei den meisten Dingen, die man je in seinem Leben gelernt hat, ist auch Geschichtenerzählen 10% Talent und 90% Arbeit. Und man kann ein paar theoretische Kenntnisse für das gebrauchen, was man da eigentlich tut. Zum Beispiel:

 

Welche Art von Erzähler bin ich überhaupt?
 
Körpersprache – wir benutzen sie seit den Neandertalern, aber wie setzt man sie bewusst ein?

 

Gesten – welche Grundarten gibt es, gibt es typisch weibliche und männliche Gesten?

 

Rhetorik – muß ich mir Worte wie Onomatopoesie merken oder die Klassiker studieren?
(Um Himmelswillen, nein!)
 
Requisiten – hilfreich oder ablenkend?
 
Publikum – wie merke ich, dass es sich langweilt, und was mach ich dann?

Und so weiter, und so weiter....

 

Allein die Stichpunkte der vielfältigen Themen würden diese Seite bei weitem sprengen – und außerdem wollen Sie es doch live hören, nicht wahr?

 

 

Workshop II: Tanzen

 

Tanzen auf einem Event – wer möchte das nicht? Nicht wild nach einer eigenen Choreografie (oder Mangel daran) in der Gegend herumhopsen, nichts kompliziert höfisches, sondern sich einfach nur geordnet zur Musik bewegen...

...wenn man denn wüsste, WIE.

Das kann man lernen!

Es gibt ausgesprochen einfache Tänze wie die Chappelloise mit einer frühen Art des Partnertausches oder die Bransle de la Haye, deren schwierigstes Element die 'große Kette' ist, oder der Tourdion, bei der abwechselnd die Damen und die Herren herumwirbeln, bis sich alles "kunterbunt dreht".

 

Auf der NORDCON 2007: Es haben tatsächlich alle das richtige Bein oben!

Das einfachste aber ist die hier gezeigte* Tikh'ionne, angelehnt an die bretonischen Reigentänze, der auch spielend leicht von denen bewältigt wird, deren Übersetzungsweg vom Kopf zu den Füßen sonst recht lang ist. Man fasst sich an den Händen, und wenn man mal rauskommt, schaut man, was der Nachbar macht.

Sie wollen das Tanzbein schwingen? Ich helfe Ihnen gerne!

 

*Bild mit freundlicher Erlaubnis von gordian@